All About Me

Vor ziemlich genau 15 Jahren hatte ich meine erste Panikattacke. Hinzu kam eine Sozialphobie. Also Angst vor Menschen. Manche von euch können sich vielleicht vorstellen, wie ein Tag aussieht, den man tagtäglich unter Menschen verbringt und seinen Alltag beschreiten muss und in Wahrheit vor jedem einzelnen davon, panische Angst hat. Es war keine leichte Zeit, teilweise die Hölle, die ich durchlebt habe, aber ich bin durchgegangen. Ohne Medikamente, ohne irgendwelche Betäubungsmittel. Im Innersten spürte ich, wo mein Ziel hinführen muss, ich fand nur lange nicht den richtigen Weg  dorthin, nämlich - zu MIR. 

Aus Angst, mich mit mir selbst beschäftigen zu müssen, war ich ständig in Bewegung und fuhr immer weiter, immer weiter, war ständig am fahren. Ich dachte immer, solange ich in Bewegung bleibe, kann mir nichts passieren, werde ich nicht verletzt. Denn ich saß ja am Steuer und gab die Richtung vor.

2012 begann ich in unseren Garten zu gestalten. Da war ich noch mitten in der Phase der Ängste und Attacken und zog mich immer mehr zurück.  Ich wollte nur noch Ruhe, am allerliebsten Stille. 

Es gab nichts außer einem alten Walnuss-, und Kirschbaum und sechs Fichten. Ich wusste zum damaligen Zeitpunkt nicht, wie sehr sich mein Leben durch den Garten verändern sollte. Wenn ich in meinem Garten war, spürte ich keine Angst. Keine Zweifel und keine Sorgen. Ich hatte Energie, endlich konnte ich das Feuer in mir brennen lassen. Ich sprühte nur so vor Energie ( tue ich heute noch) und die Ideen gingen mir nie aus. Er lehrte mich so viel und nach wie vor, ist er der Platz, wo ich mich geborgen und sicher fühle. Im Garten gibt es kein richtig oder falsch. Ich durfte mich selbst ausprobieren ohne bewertet zu werden. Ich durfte mir die Zeit nehmen, die ich für meine Entwicklung benötigte. Es war nie zu kurz oder zu lange. Ich wusste immer an was ich war, was ich bei meinen Mitmenschen selten wusste. Die Blume im Garten blüht, egal wie schön die daneben ist, ihr ist das egal. Sie saugt die Sonne, die Luft und das Wasser auf und wächst. Ohne sich zu vergleichen oder ihre Schönheit zu hinterfragen. Erstmals verstand ich die Worte, du bist was du säst. Oder du wirst was du denkst. Ich habe keine Minute daran gezweifelt einen Traumgarten erschaffen zu können, weil es in meiner Brust brannte, wenn ich nur daran dachte, was ich da noch verwirklichen kann . Im Garten bin ich in jedem Moment, in jeder Minute und Sekunde ICH. Die Natur hat mich gelehrt, das alles einem Kreislauf unterliegt. Alles hat einen Grund und nichts bleibt ohne Folgen. Aber umso gelassener man das annehmen kann was kommt und daran auch was positives sehen kann und bestenfalls lernt, gehört man eindeutig zu den absoluten Gewinnern.

Heute lebe ich angstfreier,  habe wieder ein soziales Leben und gehe meinen eigenen Weg. Ich werde wahrscheinlich nie ein Marktschreier werden, vielleicht auch keine Top Verkäuferin, weil mein Wesen einfach so ist, wie es ist. Ich wachse und komme mir selbst immer näher. Schritt für Schritt. Tag für Tag. Und wahrscheinlich, Leben für Leben. 
Seit 2015 bin ich selbständig im Bereich Immobilien, vermarkte unsere Villa samt Garten für Foto- und Filmproduktionen und habe gerade meinen ersten Podcast produziert. Ich treffe mich mit Freunden, habe Spaß und ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich meine letzte Attacke hatte.

Ich habe meinen Weg wieder gefunden und arbeite jeden Tag an mir.  Einfach? Nein. Aber ich habe gelernt, dass das Einfachste, das schlimmste sein kann. Ich gehe gerade aus, mache Fehler und lerne.

In diesen Zeilen teile ich mit dir, die für mich wichtigsten Learnings aus den letzten Jahren und was mir geholfen hat, mein heutiges Leben so zu erschaffen.

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Wie ich mir mein Traumleben erschaffe und wie du es auch schaffen kannst

1. Habe ein Ziel, eine  Vision

2. Erfolg beginnt im Kopf

3. Lieber unperfekt starten, als perfekt warten

4. Geduld und Konstanz

5. Orientiere dich an Leuten, die dort sind wo du hin möchtest

1. Habe ein Ziel, eine Vision

 

Ohne eine klares Ziel, wirst du nirgendwo ankommen.

Eine Vision zu haben, bedeutet sich für einen bestimmten Weg entschieden zu haben. Durch diese Entscheidung (also dein Ent – Scheiden) schaffst du Klarheit und einen Raum für Handlung.

Ich habe seit 1 Jahr wieder ein Visionsboard mit all meinen Träumen, Projekten, Zielen und Dingen, die ich beitragen, erreichen oder umsetzen möchte. Jedes Mal wenn ich heute auf das Board schaue, bekomme ich eine Gänsehaut, weil einiges davon im Moment gerade wahr wird.

Umso klarer das Bild von deiner Zukunft vor deinem inneren Auge ist, umso besser siehst du deinen Weg. Du weißt unterbewusst bereits, was die nächsten Schritte sind und handelst. Dadurch haben Zweifel viel weniger Macht und du ziehst Menschen, Momente und Ereignisse in dein Leben, die dich auf deinem Weg unterstützen werden.

Wenn du dir vorstellst, wo du zum Beispiel in drei oder fünf Jahren bist und dir dein Leben so detailliert wie möglich ausmalst, kannst du es von dort rückwärts abarbeiten.

Tipp: Mach dir ein Visionsboard und leite deine nächsten Schritte von deinem Ziel rückwärts ab. Fang heute an deine Vision zu leben.

2. Erfolg beginnt im Kopf

 

Du kannst dein Leben nicht nicht erschaffen. Egal was du tust oder denkst, es hat einen Effekt auf dein Leben.

Jede einzelne Entscheidung, die wir treffen, jeder Gedanke, den wir denken, jeder Schritt, den wir gehen, trägt dazu bei in welche Richtung sich das eigene Leben entwickelt.

Als ich das erste Mal wirklich realisiert habe, welche Kraft in mir liegt, genau das Leben zu erschaffen, das ich leben möchte, habe ich bewusst angefangen, diese Kraft von nun an zu nutzen. Diese Kraft liegt in jedem von uns. Wir erschaffen mit unseren Gedanken unsere Realität.

Ich habe die letzten Jahre ganz bewusst genutzt, um mir ein Mindset anzutrainieren (ja, das ist ein richtiges Training und es ist verdammt anstrengend), das mich aufbaut und mich unterstützt. Ich habe gelernt, meinen inneren Kritiker als meinen Berater an meiner Seite zu haben.

Mit dem eigenen Mindset steht und fällt alles. Dein Mindset entscheidet am Ende über deinen Erfolg oder Misserfolg. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, sich konstant weiterzubilden, Bücher zu lesen, auf Seminare zu gehen und den eigenen Horizont zu erweitern. Von Menschen zu lesen und zu hören, die bereits die Schritte gegangen sind, die noch vor liegen, helfen dabei nicht dieselben Fehler noch mal machen zu müssen.

Umso größer die eigenen Träume, umso größer sind auch die eigenen Zweifel. Das verhält sich bis zu einem gewissen Punkt proportional. Werden die Träume allerdings sehr groß, steigen die Zweifel exponentiell.

Ohne ein Mindset, das den eigenen Träumen und Visionen gegenüber positiv gesinnt ist, werden diese Visionen blitzschnell unter Zweifeln und Ängsten begraben. Dann beginnt das große Aufschieben und das Ausreden suchen, warum es nicht geht für Träume zu realisieren – und plötzlich haben wir das Leben lang auf den richtigen Moment gewartet, anstatt einfach loszugehen.

Tipp: Schreibe ein Erfolgs-Tagebuch, in das du jeden Abend alles aufschreibst, was du gelernt hast und was dir gut gelungen ist.

3. Lieber unperfekt starten, als perfekt warten

 

Ich glaube, die meiste Zeit meines Lebens habe ich dieses Mindset bereits unterbewusst gelebt, aber der Effekt ist noch mal wesentlich stärker, wenn man bewusst beginnt, das eigene Leben zu erschaffen und wirklich ins Handeln kommt. 

Wenn du etwas in deinem Leben umsetzen möchtest, führt kein Weg daran vorbei einfach anzufangen.

Ich habe parallel zu meinem Job  angefangen, das Haus & den Garten zu bewerben und  habe mir die Nächte damit um die Ohren geschlagen, meine Website zu bauen, meine Podcast zu gestalten um die Dinge so ins Rollen zu bringen.

Ich hatte noch nie in meinem Leben zuvor einen Podcast und wusste noch nicht einmal was ein Plugin oder RSS Feed sind . Aber wenn du ein starkes Warum hast und deine Vision vor Augen, findest du ein Wie.

Das Wie waren dann bei mir gefühlte tausende YouTube Tutorials, Webinare und unzählige Momente, in denen ich meinen PC am liebsten aus dem Fenster geschmissen hätte.

In solchen Momenten entscheidet sich, ob du wirklich willst oder ob du aufgibst.

Ich glaube, ich hatte noch nie in meinem Leben eine so steile Lernkurve, wie in den letzten 12 Monaten.  Das Leben ist eine große Schule und umso größer deiner Bereitschaft ist, in allem ein Learning zu erkennen, anstatt dich wochenlang darüber zu ärgern, umso schneller wirst du besser.

Es gibt nur einen Weg richtig gut darin zu werden, was du machst – und das ist machen! Du wirst niemals perfekt sein und ja, dir werden Fehler passieren, aber genau diese Fehler lassen dich besser werden.

 

Tipp: TU ES !

4. Geduld und Konstanz

 

Wenn du möchtest, dass dein Traum auch langfristig verwirklicht bleibt: sei schlau & geduldig! Es macht überhaupt keinen Sinn blindlinks alles hinzuschmeißen, nur weil man unbedingt seinen einen großen Traum leben will, ohne eine Strategie zu haben.

Ich bin auch sehr ungeduldig, aber ich bin so froh, mir auf meinem Weg Zeit gelassen zu haben und nichts überstürzt zu haben.  Bei mir war sicher auch der - ich nenne ihn salopp " Total Ausfall"  den Corona verursacht hat, die Ruhe & Pause, die ich gebraucht habe, um zu reflektieren.

Auf Stein zu bauen, bedeutet konstant und mit Verstand an deinem Ziel zu arbeiten und zu vertrauen, dass der richtige Moment kommt, um 100% loszulegen, wenn du bereit bist. Es bedeutet, eine Strategie zu haben und jeden Tag kleine aber wirkungsvolle Schritte zu gehen. Auch Dinge zu tun, die nicht so lustig sind. Oder zu arbeiten, wenn andere feiern, sich treffen, tolle Dinge miteinander erleben, während ich zuhause saß und schrieb oder lernte bzw. im Garten buddelte.

Tipp: Baue deinen Traum auf Stein und nicht auf Sand. Hab eine langfristige Strategie. Setz dir ein zeitliches Fenster, in dem du alles soweit aufgebaut haben möchtest, dass du auf einem soliden Fundament stehst.

5.  Orientiere dich an Leuten, die dort sind, wo du hin möchtest

 

Auch wenn ich über die Jahre gelernt habe, mich immer weniger mit meinen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren, gab es trotzdem Momente auf meinem Weg, in denen ich gezweifelt habe, in denen ich Angst hatte und in denen ich einfach erschöpft war. Dank der wunderbaren Menschen um mich herum, die mir zugehört haben, die mich aufgebaut haben und die mir neuen Mut gegeben haben, bin ich immer wieder aufgestanden und habe  weitergemacht.

Zum Glück, denn meistens liegt genau im nächsten Schritt wieder neue Kraft oder eine wichtige Erkenntnis.

Dein Umfeld ist jedoch nicht nur essentiell für Tage, an denen du am liebsten hinschmeißen möchtest, dein Umfeld ist so verdammt wichtig, wenn es darum geht, im Alltag motiviert zu bleiben. Du bist immer nur so gut, wie die 5 Menschen mit den du im Durchschnitt die meiste Zeit verbringst. Umgibst du dich mit positiven Menschen, die sich gegenseitig durch ihre Mindsets und Lebenseinstellungen unterstützen, wirst du dich automatisch anpassen (dasselbe gilt natürlich auch andersherum). Weißt du wer lange Zeit meine Mentoren waren? Tony Robbins, Bodo Schäfer, Paulo Coelho usw. ... :-)  Keine meiner Mentoren hat mich jemals kennengelernt, auch ich sie nicht. Sie sind aber bis heute meine Begleiter. Und ich darf soviel von ihnen lernen.

Tipp: Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Such dir Menschen, die ein positives Mindset haben, die dich unterstützen, die an dich glauben und die dir immer mal wieder ins Gedächtnis rufen, wie weit du schon gekommen bist.

Lass das Feuer in dir brennen und liebe was du tust! 

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